Chronik der Bogenschützen des TSV Jahn

Gegründet: 1979

Mitglied im BSSB (Bayrischer Sportschützen Bund) seit 1980

Gründungsmitglieder

Kurt König, Gerhard März, Wolfgang Bohnensack, Thomas Bohnensack, Gerd Brügge, Gerd Winterweber, Helmut Neumann, Barbara Nieschwitz, Hans Eder

Abteilungsleiter

1979 – 1981

Kurt König

1981 – 1984

R. Brandl

1984 – 1986

Max Dötterböck

1986 – 1988

Christa Dötterböck

1988 – 1995

Gerhard März

1995 – 1997

Georg Hopfenmüller

1997 – 2005

Stephan Krippner

2005 – 2009

Christian Jägermeyr und Philip Dietl

seit 2009

Stephan Krippner

Verantwortliche Anfang der 80er

 

Sportliche Bestleistungen

Nationalkader

1989- 1992

Stephan Krippner

2011 – 2012

Sichtung C-Kader: Furkan Gülüs

Bayernkader

1986- 1988

Markus März

1996 – 2000

Katrin Zeilhofer (jetzige Krippner) und Stephan Krippner

2010 – 2014

Furkan Gülüs

Oberbayerische Meisterschaft

Viele Platzierungen unter den ersten 3 Rängen

Bayerischer Meisterschaft

1997

FITA

Katrin Zeilhofer

2. Platz

2002

Halle

Georg Johann Schweiger

3. Platz

2003

FITA

Mannschaft Schützenklasse
(Höfer, Krippner, Leitner)

3. Platz

2004

Feld

Guido Höfer

3. Platz

2004

FITA

Peter Sandvoss

3. Platz

2004

FITA

Mannschaft Schützenklasse
(Höfer, Krippner, Dietl)

2. Platz

2004

Halle

Peter Sandvoss

3. Platz

2004

Halle

Mannschaft Schützenklasse
(Höfer, Wirges, Dietl)

3. Platz

2005

Feld

Guido Höfer

1. Platz

2005

FITA

Mannschaft Schützenklasse
(Höfer, Kirchlechner, Gülüs)

3. Platz

2006

Halle

Mannschaft Schützenklasse
(Höfer, Kirchlechner, Krippner)

2. Platz

2006

Feld

Guido Höfer

3. Platz

2006

FITA

Sema Gülüs

3. Platz

2008

FITA

Furkan Gülüs

1. Platz

2008

FITA

Mannschaft Damenklasse
(Gülüs, Handwerk, Maurer)

2. Platz

2009

FITA

Mannschaft Schützenklasse
(Gülüs M., Strasser M, Baier)

3. Platz

2009

FITA

Mannschaft Schülerklasse A
(Gülüs F., Kainz R., Rath)

3. Platz

2009

Feld

Guido Höfer

1. Platz

2009

Feld

Rainer Piepereit

2. Platz

2010

Halle

Mannschaft Schülerklasse A
(Gülüs F., Rath, Grünauer)

1. Platz

2010

FITA

Mannschaft Schülerklasse A
(Gülüs F., Rath, Grünauer)

1. Platz

2010

FITA

Furkan Gülüs

2. Platz

2011

Halle

Alexander Lange

2. Platz

2011

FITA

Mannschaft Schülerklasse A
(Hiermannsperger, Hermann, Fuchs)

1. Platz

2011

Feld

Rainer Piepereit

3. Platz

2012

Feld

Rainer Piepereit

2. Platz

2012

FITA

Sema Gülüs

3. Platz

2013

FITA

Mannschaft Jugendklasse
(Gülüs, Hermann, Fuchs)

2. Platz

2013

FITA

Furkan Gülüs

1. Platz

2013

Halle

Sema Gülüs

2. Platz

 

Deutsche Meisterschaft

1987

FITA

Markus März

2. Platz

2008

Halle

Georg Florian Roth

1. Platz

2010

FITA

Furkan Gülüs

3. Platz

2012

FITA

Furkan Gülüs

2. Platz

2012

Halle

Winfried Leitner

1. Platz

Bogenliga

2014

TSV Jahn Freising 1
(Gülüs Sema, Gülüs Furkan, Gülüs Mustafa, Lange Alexander)

Aufstieg in die
2. Bundesliga

Internationale Sterne

1200 Ringe

Stephan Krippner und Katrin Zeilhofer

1100 Ringe

Georg Hopfenmüller, Elisabeth Bäuerle

Ausrichtung sportlicher Veranstaltungen

1985

Nationales Sternturnier FITA in Freising

1986

Nationales Sternturnier FITA in Freising

1987

Oberbayerische Meisterschaft FITA in Freising

1996

Nationales Sternturnier FITA in Freising-Attaching

1998

Oberbayerische Meisterschaft Halle in Hochbrück

1998

Oberbayerische Meisterschaft FITA in Zolling

2010

Oberbayerische Meisterschaft FITA in Zolling

2012

Oberbayerische Meisterschaft FITA in Zolling

2013

Oberbayerische Meisterschaft Halle in Freising

2007 – 2012

Bärenturnier in Freising

Ehrungen

1996

Protektorabzeichen an Gerhard März (Ehrenmitglied)

1996

Silberne Gams an Markus März und Stephan Krippner

Urgestein Gerd März Anfang der 80er

 

Geschichte

Der Benzinpreis hat gerade die magische Grenze von 1 DM überschritten. Uli Hoeneß tritt das Manageramt beim sich auf dem absteigenden Ast befindenden FC Bayern München an und der HSV(!!) wird Meister. Ein legendärer bayerischer Ministerpräsident wird Kanzlerkandidat in Zeiten, als Helmut Schmidt, der Held des furchtbaren deutschen Herbstes, dessen Pulverdampf sich gerade zu verziehen beginnt, noch keine Überfigur, dafür in Amt und Würden ist. Im Iran hat Ajatollah Khomeini dem Schah das Zepter aus der Hand genommen und der Erdnußfarmer Jimmy Carter ist der mächtigste Mann der Erde. Zwischen den Blöcken Ost und West herrscht Eiszeit, während ein kleiner Junge mit seiner Blechtrommel nicht mehr wachsen will. Ein gewisser Michael Jackson bringt sein erstes Soloalbum heraus und hofft auf eine Erfolgswelle, die das Siegelsche Dschinghis Khan mit „Moskau“ gerade reitet.

Da setzt im August 1979 der Ur-Freisinger Kurt König eine Annonce in die Zeitung und sucht nach Gleichgesinnten, um gemeinsam den seit Olympia 1972 aufstrebenden Bogensport in seiner Heimatstadt zu betreiben. Neun wagemutige Gesellen fällen schließlich in einer lauen Sommernacht im Klosterstüberl den Entschluß, einen Freisinger Bogenschützenverein zu gründen. In einer Lackiererei einer Autowerkstatt finden die ersten konspirativen Schießeinheiten statt. Dann wird der größte Verein des Landkreises, der TSV Jahn Freising, um Aufnahme gebeten. Skeptisch stehen die Turner diesen bunten Vögeln gegenüber, nehmen sie aber schließlich doch 1980 unter ihre Fittiche. Überraschend schnell wird das große Gelände zwischen Isar und Park & Ride-Platz von der Stadt gepachtet. Das war der erste Eckpfeiler zu einer großen Erfolggeschichte.

Bis 2014 wächst die Bogenabteilung des TSV Jahn immer weiter an und hat mittlerweile um die 130 Mitglieder, davon 45 Kinder und Jugendliche. Einige wenige Mitglieder betreiben seit einigen Jahren auch das populäre 3-D-Schießen, wobei die Übungsmöglichkeiten, um bei Turnieren und Meisterschaften mithalten zu können, auf einem FITA-Gelände sehr schwierig sind (es können keine Bergauf- und Bergabschüsse trainiert werden). Dieses Handicap gilt prinzipiell auch für die Feldbogenschützen im Verein, die allerdings aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung trotzdem immer wieder große Erfolge feiern.

Durch die gute Trainingsarbeit im Jugend- und Erwachsenenbereich stellen sich innerhalb der letzten 15 Jahre einige beachtliche Erfolge ein, wie man aus der Liste am Anfang schwarz auf weiß ablesen kann. Ein Zyklus mit Auf und Nieder wird es immer geben, aber die Abteilung ist auf einem guten Weg.

Diese Entwicklung war nicht selbstverständlich, hatte die Abteilung doch Anfang der Neunziger einen enormen Einbruch zu beklagen und schrumpfte auf sage und schreibe ganze zwei Mitglieder zusammen. Gründungsmitglied Gerd März und Stephan Krippner, Schütze im deutschen Nationalkader, hielten als einzige die Bogenfahne hoch. Heute gibt Gerd März immer noch als Jugendtrainer seine Erfahrung weiter und Stephan Krippner leitet nun schon eine gefühlte Ewigkeit die Abteilung. Sein Erfahrungsschatz als Schütze und Macher ist unersetzlich.

 

Die Abteilung ist inzwischen so erfolgreich, dass sich seit vielen Jahren immer mehrere Teilnehmer sogar für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren können. Mit Furkan Gülüs ist inzwischen wieder ein Jugendlicher in den deutschen Nationalkader berufen worden.

Die Schützen sind außerdem so aktiv tätig, dass sie bis zu fünf Mannschaften für die Ligawettbewerbe, und das enorm erfolgreich, stellen können, mehr als jeder andere Verein in Bayern. Die Bogenschützen des TSV Jahn Freising haben daher einen bundesweiten Bekanntheitsgrad erlangt, spätestens seit diesem Jahr mit dem Aufstieg in die zweite Bundesliga.

Der Zusammenhalt innerhalb des Vereins ist groß und zeigt sich vor allem daran, dass es den Mitgliedern jedes Jahr gelingt, ein großes internationals Sternturnier in der Halle auszurichten, bei dem offiziell gültige Rekorde geschossen werden dürfen. Das Bärenturnier zieht Schützen aus ganz Süddeutschland und Österreich an und hat sich damit etabliert.

Außerdem richten die Freisinger Bogenschützen immer wieder die oberbayrischen Meisterschaften in einer Freisinger Halle oder im Sommer auf dem Fußballgelände der Spvgg Zolling aus. Darin zeigt sich das große Vertrauen, die die offiziellen Schützenbundorgane in den Verein haben.

Nach wie vor sind die Bogenschießlehrgänge der Abteilung ein Bestandteil des Freisinger Ferienprogrammes, wodurch sie sich erfolgreich in die Gemeindearbeit einbringt.

Wer einmal vom Virus des Bogenschießens besessen ist, wird ihn Zeit seines Lebens nie mehr los. Man kann den Sport bis ins hohe Alter ausüben. Der Mix auf dem Schießplatz, wenn mehrere Generationen miteinander trainieren, macht einen zusätzlichen faszinierenden Reiz aus.

Was für den Kugelschützen das Schwarze, ist für den Bogenschützen das Gold.

In diesem Sinne:

 „Alle ins Gold“.

Freising, März 2014
(Michael Dieterle)